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Dorn bei Tieren

Tier-Therapie - (un-)erwartete Erfolge

Als wir im letzten Jahr an einem DORN-Kurs von Reinhild Isensee teil-nahmen, kam bei uns schnell die Frage auf, ob man eigentlich auch Hunde ‚dornen‘ kann. Wie es so schön heißt: „Wie der Herr so das Gscherr" hatten nicht nur wir, sondern auch unser 5jähriger Berner-Sennen-Hund (Lobo) seit längerem Rücken- und Gelenkprobleme.

Wir waren mit Lobo, der das linke Vorderbein wahrscheinlich aufgrund von Schmerzen kaum mehr belastet hat, bei verschiedenen Tierärzten. Diese verordneten aber immer nur Schmerzmittel.
Da diese aber keine Dauerlösung sein konnten, fragten wir Reinhild, ob wir unserem Hund durch die DORN-Therapie ebenfalls helfen könnten.
Drei Tage nach dem Wochenend-Seminar war es dann so weit: wir standen mit Lobo bei Reinhild Isensee in der Praxis.
Damit es für Reinhild einfacher wurde, haben wir Lobo kurzerhand auf die Liege gehoben, und nach ein paar Streicheleinheiten von ihr ging es mit der gemeinschaftlichen Arbeit los.

Eigentlich unterscheidet sich die DORN-Therapie bei Hunden nicht wesentlich zu der bei Menschen. Die größten Unterschiede sind für uns immer das dicke Fell und das Halten des Hundes gewesen. Beim Ertasten der Wirbel mußten wir ein bißchen ausprobieren, um uns an das andere Gefühl zu gewöhnen. Besonders beim Schwingen mit den Beinen mußten wir zu zweit arbeiten: einer ‚dornt‘, der andere hält und schwingt.
Nach dieser kurzen Eingewöhnungsphase merkten wir schnell, daß Lobo ähnlich wie ein Mensch auf die Therapie reagierte. Anfangs versuchte er, das Schwingen zu verhindern und verkrampfte sich, wenn Reinhild mal wieder einen „bösen" Wirbel fand. Nach ganz kurzer Zeit fühlte er aber offensichtlich auch, daß ihm diese Behandlung gut tat und ließ den Rest bereitwillig über sich ergehen.
Als wir ihn dann wieder auf den Boden hoben, waren wir begeistert, wie selbstverständlich er mit dem linken Bein auftrat. Anscheinend waren die Schmerzen weg - und das ganz ohne Medikamente !

Im Nachhinein fanden wir heraus, daß der Auslöser für die Schmerzen kaputte Gelenke (ausgelöst durch Borreliose) war - also irreparabel. Hierdurch nahm er eine Schonhaltung ein, die dann auf die Rückenwirbel durchschlug und zu einer noch stärkeren Schonhaltung führte.
Also setzten wir zu Hause die DORN-Behandlung fort. Da wir keine Massagebank besitzen und alleine behandeln wollten, testeten wir verschiedene Behandlungsplätze. Am einfachsten war für uns die Behandlung, wenn Lobo seitlich entspannt auf dem Boden lag. So funktionierte ‚das Dornen‘ von Pfote bis Schulter auch alleine.
Bei der Wirbelsäule wurde es etwas schwieriger. Schnell merkten wir, daß Lobo im Sitzen ebenfalls sehr geduldig alle Übungen über sich ergehen ließ.
Nur für den unteren/hinteren Teil der Wirbelsäule mußten wir noch zu zweit arbeiten.

Wir können also die DORN-Therapie nicht nur für Menschen empfehlen, sondern auch für Tiere - gerade bei Hunden ist dies sehr einfach.

Marcus & Hilka Jüptner, Bonn/Berlin
9. Mai 2005

Text aus DORN-FORUM Nr. 5 - S. 81 und 82.




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